Wir möchten mit unserer Arbeit einen Sinneswandel unterstützen. Dieser Sinneswandel hat viele Facetten, wobei man äußere und innere Blickrichtungen unterscheiden kann, aber wenn man genau hinschaut, merkt man, dass beides zusammenhängt.

Die äußere Blickrichtung betrifft unser Handeln. Jede unserer Entscheidungen hat Einfluss auf die Welt, in der wir leben. Wir tragen mit dazu bei, ob Dinge erhalten bleiben oder sich verändern. Wir wünschen uns ein verantwortungsvolles Handeln, gegenüber unseren Mitmenschen, der Gesellschaft, anderen Lebewesen, der Umwelt. Eine liebevolle und verantwortungsvolle Grundhaltung gegenüber diesem Äußeren braucht als Basis eine liebevolle und verantwortungsvolle Grundhaltung gegenüber dem Inneren, das heißt gegenüber sich selbst.

Die innere Blickrichtung wird sehr schön am Konzept der inneren Stimmen deutlich. Die inneren Stimmen sind ein verbreitetes Modell für unsere Psyche. Jeder von uns kennt das Hin- und Hergerissensein in schwierigen Entscheidungen, wenn manche Stimmen z.B. Veränderung wollen und andere lieber das Vertraute erhalten möchten.

Manchen Menschen fällt es sehr leicht, ihre inneren Stimmen wahrzunehmen, andere haben einen schwereren Zugang. In der Regel stehen einige laute, dominante Stimmen im Vordergrund, die man leichter bemerkt. Aber eine wirkliche Entwicklung in der eigenen Persönlichkeit wird eher erreicht, wenn man den leisen Stimmen zuhören kann.

Wir, Katrin und Michael, haben beide sehr viele Jahre unsere leisen Stimmen nicht wahrgenommen. Im Rückblick können wir jedoch aufgrund unserer Erinnerung an bestimmte Ereignisse ganz sicher feststellen, dass sie immer da waren. Von außen betrachtet und auch in unserer damaligen Eigenwahrnehmung ging es uns in jeder Hinsicht gut: eine Beziehung ohne größere Konflikte, gesunde Kinder, ein schönes Haus, eine erfolgreiche berufliche Karriere. Hätte man uns gefragt, ob wir glücklich seien, so hätten wir dies beide ganz klar bejaht. Aber in den seltenen Momenten der Stille hatten sich immer unsere leisen inneren Stimmen gezeigt, die eine Sehnsucht nach mehr Tiefe und Offenheit äußerten, nach mehr Ausrichtung auf das Wesen der Beziehung statt nur auf das Funktionieren im Team und Abarbeiten des Alltags, und auch auf mehr Berührung miteinander. Wir haben nun beide, auf ganz unterschiedlichen Wegen, einen Zugang zu unseren inneren Stimmen gefunden. Wir leben jetzt das Leben, wonach wir uns immer gesehnt hatten, und spüren echtes Lebensglück miteinander. 


Aufgrund unserer eigenen Erfahrung versuchen wir in unseren Veranstaltungen die Wahrnehmung der inneren Stimmen zu berücksichtigen. Eine gute Grundlage dafür und deshalb Bestandteil unserer Veranstaltungen sind Meditationen und Achtsamkeitsübungen und auch die beobachtende Verbindung mit dem Körper beim Massieren oder Massiert-Werden.

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Foto: Erik Karits auf Unsplash (verändert, lizenzfrei)